WERKE ........ ANNE-KATRIN PUCHNER........ Vita >>>
Sigismundkapelle Regensburg . 2010 . mixed media . 280 x 700 x 60 cm
ohne Titel . 2011 . Holz, Stoff, Teer . 99 x 235 cm
ohne Titel . 2011 . Dachlatten, PET-Folie, verzinkter Eisendraht . 305 qm . Galerie Schloss Neersen
ohne Titel . 2012/13 . Mischtechnik auf Karton: links: 11 x 88 x 8 cm / rechts: 26 x 21 x 21 cm

Lakonien war ein Landstrich der Peloponnes im antiken Griechenland, der von den wortkargen Spartanern besiedelt wurde.
Als Philipp II. mit seinem Heer herannahte, sandte er der Legende nach folgende Drohung an die lakonische Hauptstadt Sparta: "Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen werden."
Darauf antworteten die Spartaner: "Wenn."


Die intensivste Annäherung an die Welt ist die wirkliche Erfahrung etwas anfassen, herstellen oder auch auseinander nehmen zu können, etwas zu erkunden... einfach machen.
. Ich bezweifle die Eineindeutigkeit. So arbeite ich weder abstrakt noch abbildend.
. Im Verdichteten und trotzdem Nicht-Greifbaren liegt mein Interesse. Nicht im "Neuen" im Sinne von
"Noch nie dagewesen". Denn wie Boris Groys sagt, braucht auch das "Neue" immer eine Referenz.


Der Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist immer der konkrete Raum. Wie ein weißes Blatt Papier benutzt sie den scheinbaren Netto-Raum. Sie schreitet ihn ab, erkundet ihn, recherchiert seine Historie, wie ein Psychiater seinen Patienten kennenlernt. Das ihr gewonnene Raumgefühl wird in Richtungen, Perspektiven und Bewegung gesetzt, gleich einer dreidimensionalen Zeichnung oder einem eingefrorenen Moment im Raum.
Die verwendeten Materialien werden auf eine Idee basierend ausgewählt. Der klassischen bildhauerischen Tradition verhaftet arbeitet sie aber niemals gegen, sondern mit dem Material. So bleibt ein intuitives und prozesshaftes Arbeiten möglich - eine ständige Bewegung und Veränderung im Raum.
Ein "Material", welches in ihrer Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Licht: Natürlich wie künstliches, vom Raum vorgegebenes wie auch bewusst gesetztes. Denn Licht macht die Verbindung von Installation und Raum sichtbar, z.B. durch Schatten und Spiegelungen – der "Negativraum" dient als Grundlage. Auch verändert die Bewegung des Betrachters die Arbeit, indem auf ihr z.B. unterschiedliche Spiegelungen durch Licht entstehen. Heraus kommen dabei Arbeiten, die sich der Greifbarkeit entziehen, die etwas Flüchtiges, nicht Dauerhaftes ausstrahlen - das Vergängliche ist allgegenwärtig.

 
 
 
 
 
 

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