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  Die Tänzerinnen der Pariser Varietétheater und ihre langen Beine haben Louboutin schon als Junge inspiriert. Er entwirft für Filmstars und Topmodels. Seine Bodenhaftung hat der Nobelschuster dabei nie verloren. Noch immer gibt es den kleinen Laden mit der grünen Tür und dem Glasfenster in einer Seitengasse hinter dem Louvre, wo er vor 15 Jahren begann. "Bonjour!", "Bonjour!" singen zwei Damen zur Begrüßung. Er sitzt schon da, gelbes Hemd, kermitgrüne Hose, auf dem schwarz-rot gestreiften Sofa. Trinkt Tee, nascht Schokolade und ist mal ein richtig netter, unaufgeregter, gut gelaunter Designer.

Christian Louboutins Interesse an Damenschuhen wurde geweckt, als er im Musée des Arts Océaniens in Paris ein Schild entdeckte, das einen durchgestrichenen Pfennigabsatz zeigte. Es sollte die weiblichen Besucher abhalten, mit ihren Absätzen das Parkett zu ruinieren. Die Form des Absatzes faszinierte ihn und er zeichnete ihn immer wieder nach.

Zunächst versuchte er seine Entwürfe und Zeichnungen bei den Tänzerinnen der Pariser Varietés und Partys unterzubringen und ihnen Schuhe zu verkaufen. Da das aber, vor allem aus Geldgründen, nicht funktionierte, begab er sich bei Charles Jourdan, Maud Frizon, Chanel und Yves Saint Laurent in die Lehre.

Seine richtige Karriere begann dann mit einem eigenen Laden in der Nähe des Place des Victoires in Paris, der schnell sehr bekannt wurde. Zum einen wegen der Berühmtheiten, die dort einkauften und weil er allen Kunden kostenlos Kaffee anbot. Der endgültige Durchbruch kam, als die amerikanische Firma Neiman Marcus seine Schuhe in ihr Programm aufnahm.

     
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Was sich der Pariser Schuhdesigner Christian Louboutin für schöne Frauenbeine ausdenkt, ist zwar sündhaft teuer, aber auch sündhaft schön.

Modell "Jojo Strass" etwa ist ein männermordender Pumps, voll besetzt mit Glitzersteinen. Und der Preis genauso heiß: 1754 Euro. Burlesque-Tänzerin Dita von Teese trug die "Jojos" kürzlich bei einem Auftritt, und immer wenn sie ihre Beine in die Luft warf, blitzten die rot lackierten Sohlen: daran erkennt man Louboutins. Sie sind sein Signet, das wie ein kokettes Augenzwinkern wirkt, dort wo man seinen Stilettos auf den Boulevards zwischen London und Los Angeles hinterherschaut.

 

 
© Fotos von Marianne Rogalli 2013

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