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  Mlle. Chanel zog nach Vorwürfen, sie habe mit Nazi-Deutschland kollaboriert, bis 1954 in die Schweiz.
Bis zu ihrem Tod im Alter von 87 Jahren war Coco Chanel für die Kreationen des Hauses verantwortlich.

1983 wurde Lagerfeld zunächst als Berater für die Haute Couture eingestellt, während Hervé Léger, der bei Fendi in Rom seit 1981 Lagerfelds Assistent gewesen war, die Prêt-à-porter-Sparte übernahm. Im folgenden Jahr wurde Lagerfeld zum Chef-Designer der gesamten Mode-Sparte des Hauses ernannt.

Lagerfeld verhalf durch moderne, bisweilen unkonventionelle Interpretationen des Erbes von Coco Chanel der damals etwas angestaubten Modemarke für ältere Damen wieder zu ihrem alten Glanz und trug durch den Ausbau der Kollektionen maßgeblich dazu bei, dass Chanel heute auch bei jungen Frauen zu den tonangebenden Top-Marken in der hochpreisigen Damenmode zählt.
Kritiker bemängeln, dass Lagerfeld - wenngleich mit immensem finanziellen Erfolg für das Haus Chanel - lediglich die Ideen von Coco Chanel zeitgemäß umsetzt, statt die Marke mit etwas Eigenem zu bereichern. Das Atelier von Chanel, und damit der Arbeitsplatz von Karl Lagerfeld, befindet sich bis heute in der Rue Cambon in Paris. 1988 erhielt Lagerfeld vom Council of Fashion Designers of America den International Award für seine Chanel-Kollektionen.

Chanel bietet Bekleidung und Accessoires ausschließlich für Damen an.
Karl Lagerfeld entwirft für das Haus Chanel acht Kollektionen pro Jahr: vier hochpreisige Prêt-à-porter-Kollektionen, zwei nicht weniger teure Vor-Kollektionen (ebenso Prêt-à-porter-Mode) sowie zwei Haute Couture Kollektionen im obersten Preissegment. Bei den regulären Prêt-à-porter-Kollektionen gibt es pro Saison je eine aufwändige Laufstegkollektion, die bereits sechs Monate vor dem Verkauf während der Pariser Modewochen präsentiert wird, sowie eine klassischere Kollektion für den direkten Verkauf. Vorgestellt wird die Croisière/Resort Vor-Kollektion im späten Frühling (ca. Mai) und geht im darauffolgenden Winter (ca. November) in den Verkauf, die Metiers d'art Vor-Kollektion im Winter (ca. Dezember) und im späten Frühling (ca. Mai) in den Verkauf. Die weltweiten Chanel-Boutiquen werden demnach alle zwei Monate mit neuer Ware aus den Prêt-à-porter- und Vor-Kollektionen beliefert. Die für einen exklusiven Käuferkreis bestimmte Haute Couture wird - mit Ausnahme von in größeren Boutiquen wie in New York angebotenen Mustermodellen - vorwiegend im Atelier in der Rue Cambon in Paris angepasst und erworben.

Für ihre kunsthandwerklichen Fertigkeiten hervorzuheben sind die ehemals eigenständigen Zulieferer-Werksstätten:
Desrues/Schmuck-Accessoires und Knöpfe (1984 von Chanel erworben),
Lemarié/Federn und Blüten,
Michel/Hüte, Massaro/Schuhe,
Lesage/Stickereien,
Goosens/Goldschmiede,
Guillet/Blüten,
Die Métiers d'art (dt.: Kunsthandwerk).

Schauen wurden seit 2004 nach Metropolen benannt (und meist auch dort vorgeführt), welche in irgendeiner Weise mit Coco Chanel in Verbindung stehen:
Paris-Tokio (Pre-Fall 2005),
Paris-New York (Pre-Fall 2006),
Paris-Monte Carlo (Pre-Fall 2007).

Analog wurden die Resort-Kollektion an besonderen Schauplätzen vorgeführt:
Saint Tropez (Pre-Spring 2011),
Antibes (Pre-Spring 2012),
Garten von Schloss Versailles (Pre-Spring 2013),
Singapur (Pre-Spring 2014).

Seit 2006 werden die Prêt-à-porter-Schauen und die Haute Couture Präsentationen von Chanel im Pariser Grand Palais vorgeführt, der zu diesem Zweck jeweils ein besonderes Dekor erhält.

     
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Sie hat das „kleine Schwarze“ erfunden und das Parfüm „Chanel No. 5“. Sie hat Frauen aus dem Korsett befreit und Kleider aus fließenden Jerseystoffen salonfähig gemacht.

Die Modeschöpferin Coco Chanel, geboren am 19. August 1883 im kleinen Loire-Städtchen Saumur, hat einem ganzen Jahrhundert ihren modischen Stempel aufgedrückt. Schlichtheit, Sachlichkeit und Eleganz: Cocos Hüte, Kleider, Röcke, Jacken entschlackten die überbordende Mode der Jahrhundertwende. Als sie 1911 ihr erstes Modehaus eröffnete, bestimmten Verzierungen und verspielte Linien die Entwürfe der Kollegen. Paul Poiret entwarf Humpelröcke, die sich bis zu den Füßen eng um ihre Trägerinnen schmiegten. Coco Chanel setzte auf klare Linien, praktische Eleganz und Zurückhaltung. Ihr „kleines Schwarzes“ endete knapp unterhalb des Knies und sollte zu jedem Anlass passen.

Als Gabrielle Bonheur Chanel geboren, begann Coco Chanel als gelernte Näherin elegante, schlichte Hüte für wohlhabende Damen zu entwerfen, die sich in der Pariser High Society rasch größter Beliebtheit erfreuten. Mademoiselle Chanel eröffnete unter dem Namen Chanel Modes ihre erste Boutique in der Rue Cambon 21, gegenüber der Rückseite des Hotel Ritz, in welchem sie ab Mitte der 1930er Jahre eine Suite beziehen sollte. Es folgten 1913 weitere im mondänen Deauville und im schicken Badeort Biarritz.

Im Jahr 1916 präsentierte Mademoiselle Chanel erstmals eine komplette Couture-Kollektion. Im Gegensatz zur konservativ-opulenten, steifen Damenmode jener Zeit setzte sie auf schlichte, androgyne Schnitte mit fließenden, weichen Stoffen und tiefsitzenden Taillen. Ihr bis dahin nur bei Unterwäsche gekannter Einsatz von weichem Baumwoll-Jersey - ursprünglich eine Notwendigkeit aus Kostengründen und wegen der Ressourcenknappheit in der Zeit um den Ersten Weltkrieg - verhalf ihr bald zu internationaler Anerkennung. 1925 kreierte sie erstmals ein Kostüm mit Cardigan-Jacke ohne Revers aus Tweed, das eine Ikone der Chanel-Mode werden sollte und als mit Bordüren abgesetztes Bouclé-Kostüm zahlreich variiert wurde. Ab 1926 erregte Coco Chanel mit ihrem Klassiker, dem „kleinen Schwarzen“ (frz.: petite robe noire), einem knielangen schwarzen Abendkleid – in einer Zeit, in der kurze Rocklängen noch immer ungewohnt und die Kleider-Farbe schwarz zumeist den Dienstboten vorbehalten war oder mit Trauerkleidung assoziiert wurde – erneut große Aufmerksamkeit und erschuf eines der bedeutendsten Kleidungsstücke des 20. Jahrhunderts.

Bald wurde der Chanel-Stil von allen Seiten kopiert, was allerdings nur noch mehr zum Prestige des Hauses beitrug.
Mit dem Chemiker Ernest Beaux (1881-1961) aus Grasse entwarf Chanel das Parfüm „Chanel Nº 5“, das erste mit organischer Chemie, wegen der längeren Haltbarkeit.

1935 zählte Chanel bereits 4.000 Angestellte und verkaufte 28.000 Kleidungsstücke. 1955 wurde eine abgesteppte Chanel-Handtasche mit Goldkette namens „Chanel 2.55“ (für 'Februar 1955') präsentiert, die bis heute zu den Klassikern des Unternehmens gehört. 1959 wurde der „Chanel Nº 5“-Flakon erstmals im New Yorker Museum of Modern Art als Kunstobjekt präsentiert und später in die ständige Sammlung des Museums aufgenommen. Von Marilyn Monroe ist bekannt, dass sie "zum Schlafen nur einige Tropfen Chanel No. 5" und sonst nichts trug.

 
© Foto von Marianne Rogalli 2013

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