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Der Spanier Cristóbal Balenciaga (1895-1972) wurde als Sohn eines baskischen Fischers und einer Näherin geboren.
Gefördert durch die spanische Markgräfin Marquesa de Casa Torres, für die Balenciagas Mutter arbeitete, absolvierte er ab 1907 in San Sebastián eine Ausbildung zum Schneider. 1911 fand Balenciaga im gleichen Ort bei einem Modehersteller als Designer für gehobene Damenmode eine Anstellung, die ihn regelmäßig nach Paris an das Zentrum der internationalen Modewelt führte.

1915 eröffnete er in San Sebastián ein eigenes Atelier, dem sich Haute Couture-Salons in Madrid und Barcelona anschlossen.
Zu seinen Kundinnen zählten die Mitglieder der spanischen Königsfamilie. Nach dem Sturz der Monarchie in Spanien 1931 und der damit verbundenen Auswanderung vieler vermögender Spanier in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs musste Balenciaga Konkurs anmelden. 1932 startete er mit seinem Modesalon Eisa neu und eröffnete wieder Niederlassungen in Madrid und Barcelona.

Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1937 emigrierte er nach einem erfolglosen Umweg nach Paris. Dort zeigte er erstmals Haute Couture und eröffnete in der Pariser Rue Georges V seinen ersten Salon.
Seine eleganten und modernen, bisweilen strengen Kreationen mit perfekter Detailgestaltung für selbstbewusste Frauen fanden großen Anklang in der Pariser Modeszene. Spätestens ab den 1950er Jahren galt Balenciaga als der "König der Haute Couture".

Um seine Entwürfe vor Kopien zu schützen, fanden seine Modenschauen für die Presse immer einen Monat nach allen anderen Couture-Veranstaltungen statt. Sein Protegé Hubert de Givenchy, mit dem Balenciaga eine lebenslange Freundschaft verband, übernahm diese Vorgehensweise für Givenchy kurz darauf.

 

 

Balenciaga erhob die Mode zur Kunst.

1958 wurden Balenciagas Verdienste um die Pariser Modewelt mit einer Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion gewürdigt.
Coco Chanel bezeichnete ihn als einzig wahren Couturier.
1968 verabschiedete sich Balenciaga zur Bestürzung seiner Anhängerschaft aus der Modewelt und schloss sein Unternehmen mit Ausnahme der Parfümsparte. Nur für die Hochzeit der Enkelin von Spaniens Diktator Franco entwarf er 1972 noch ein Brautkleid mit einer imposanten Hutkreation.
Balenciaga trug stets einen blauen Arbeitskittel und galt als scheu und zurückhaltend. Er gab kaum Interviews und ließ sich nur selten fotografieren. Seine Defilées waren spartanisch und reduziert – nichts sollte von seinen Kreationen ablenken. Geladen waren bis auf wenige Journalisten nur Privatkunden. Seine Klientel stammte vornehmlich aus dem spanischen Hochadel, aber auch Königin Fabiola von Belgien, die Herzogin von Windsor und Fürstin Gracia Patricia gehörten zu seinen Kundinnen. Zu seinen Assistenten gehörten später berühmt gewordene Modeschöpfer wie André Courrèges, Emanuel Ungaro und Oscar de la Renta. Er beeinflusste zudem andere Designer wie Christian Dior, der ihn zeitlebens verehrte und über ihn sagte:

„Die Haute Couture ist wie ein Orchester, dessen Dirigent Balenciaga ist. Wir anderen Couturiers sind die Musiker und folgen den Anordnungen, die er gibt.“

Von 1997 - 2012 war Nicolas Ghesquière Chefdesigner des Hauses. Der Franzose gilt als einer der wichtigsten Modemacher der Zukunft und führt den Balenciaga-Stil fort, indem er Nüchternheit mit Überfluss und Schlichtheit mit Dramatik verbindet. Seit 2012 ist Alexander Wang neuer Chefdesigner bei Balenciaga.

 

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