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Azzedine Alaïa ist berühmt für enganliegende Stretchkleider, geschlitzte und geschnürte Kreationen, oft aus Lackleder oder Latex.

Seine Schwester lehrte ihn das Nähen und für ihre wohlhabenden Kundinnen fertigte er bald Couture-Roben an. Nach der Schneider-lehre studierte der 1940 in Tunesien geborene Azzedine Alaia Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Tunis, was sich bis heute in den skuplturalen Silhouetten seiner Entwürfe ausdrückt.

Mit der Präsentation seiner ersten Prêt-à-porter-Kollektion 1980 in Paris, zog er das Interesse zahlreicher prominenter Kundinnen auf sich, darunter Greta Garbo und Marie-Hélène de Rothschild.

Der "King of Cling" (König der Klebefolie) erfand in den 1980er Jahren die körpernahe Stretchmode und betont seither gern die Taille, kaschiert die Hüften. Die erste Kollektion des Labels erschien 1979/80. Er bezeichnet sich als „Pharaon“ der Mode – zeitlos für immer. Körperbetonte Schnitte, die dem Körper schmeicheln statt ihn einzuengen. Diesem Stil blieb er von Beginn an treu.

1957 arbeitete Azzedine Alaïa bei Dior in Paris. Nach nur 5 Tagen wurde er wieder gefeuert. Bei einer reichen Pariser Comtesse wurde er aufgenommen und entwarf für sie und ihre ebenso wohlhabenden Freundinnen. Zweimal wurde ihm später die Designstelle bei Dior angeboten, aus Respekt vor dem Haus und aus Bescheidenheit lehnte er ab. Angestellt wurde stattdessen John Galliano, beim zweiten Mal ging die Stelle an Raf Simons.

 

In den 80er Jahren trugen Madonna und Grace Jones seine Mode, heute sieht man seine Kreationen an Naomi Campell, Maria Furtwängler, Carla Bruni oder Victoria Beckham.

Azzedine Alaïa lebt und arbeitet in dem Pariser Stadtteil Marais, nahe der Rue de Rivoli, in einem Industriegebäude aus dem 18. Jahrhunderts - Wohnung, Atelier, Boutique (allerdings ohne Schaufenster) und ein Hotel mit 3 exklusiven Suiten vereint. Umgeben von Kunst von Julian Schnabel und Möbeln von Jean Prouvé präsentiert er seine Kollektionen dort vier Mal im Jahr im kleinsten Kreis, abseits des offiziellen Schauenkalenders. So sind seine Werke auch nicht ohne Weiteres einer Saison zu zuordnen. Er folgt keinen Trends, arbeitet sehr konzeptionell und kreiert Kleider, die eine Hommage an den weiblichen Körper sind. Eine seiner Musen Naomi Campbell spricht über ihn als „Papa“. Zu Beginn ihrer Modelkarriere, da war sie gerade 16 Jahre alt, lebte sie in seinem Atelier. Sie verbindet bis heute eine sehr enge Freundschaft. Er gilt als ausgezeichneter Kenner der Mode- und Kostümgeschichte. Seit 1968 sammelt er Haute Couture, das erste Stück war von Balenciaga.

Der französische Kultfilm "Hôtel du Nord" mit Arletty inspirierte ihn zu seinem Reißverschluss-Kleid, in "Citizen Kane" wurde eine tiefrote Naht in einem Musselin-Kleid eingearbeitet. Der Schnee, der in einer Schneekugel nach unten sinkt, brachte ihn auf die Idee, Musselin zu schichten und Silverpulver einzuarbeiten, das die Taille umgibt.

Trotz eines 80-Kopf starken Teams betrachtet er sich nicht als Oberhaupt seines Haushaltes:
" Meine Tiere sind die wahren Hausherren."

 

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